Hl. Marcellinus und Hl. Petrus



Hl. Marcellinus
Priester, Märtyrer

* in Rom
† um 303 daselbst

Hl. Petrus
Exorzist, Märtyrer
* in Rom
† um 303 daselbst

Marcellinus und Petrus haben in der diokletianischen Verfolgung das Martyrium erlitten (um 303). Papst Damasus (+384) hat ihnen eine Grabinschrift gewidmet. Nach der späteren Legende soll Marcellinus (zu unterscheiden vom hl. Papst Marcellinus) Priester, Petrus Exorzist gewesen sein.

Die Verehrung der beiden ist früh bezeugt. Die Verehrung der beiden Märtyrer Marcellinus und Petrus ist seit frühester Zeit lebendig, Ihre Namen sind in fast allen alten liturgischen Büchern verzeichnet und werden in den römischen Hochgebet der Messfeier genannt.

Ihre Reliquien wurden um 827 von Einhard, einem engen Mitarbeiter des karolingischen Kaiserhauses, zunächst in das Kloster Michelstadt-Steinbach im Odenwald gebracht. Um die Verehrung zu fördern, wurden die Reliquien 828 in das verkehrsgünstigere Ober-Mühlheim am Main übertragen, wo Einhard eine Wallfahrtskirche und ein Benediktinerabtei errichten ließ. Der Ort wurde von nun an Seligenstadt genannt. Marcellinus und Petrus sind die Patrone der Einhard-Basilika und der ganzen Stadt. Noch heute wird die Wallfahrt jährlich am Sonntag nach dem 2. Juni mit einem Pontifikalamt und anschließender Reliquienprozession durch die Straßen der Stadt groß gefeiert.

Auch eine Basilika in Rom an der Via Merulana, zwischen S. Maria Maggiore und dem Lateran, trägt den Namen der beiden Märtyrer.

Die Kirche lebt von Zeugen, die den Glauben an Jesus Christus mutig bekennen und bereit sind, um ihres Glaubens willen zu sterben.



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